Carpe Diem: Feiern am Tag

 

Nachtleben? Wie wärs mit Tagleben? Oder beidem?!

Daynight Club – hört sich irgendwie widersprüchlich an. Das Konzept, das dahinter steckt, macht jedoch tatsächlich Sinn.

Samstagnachts ist Zürichs Partymeute unterwegs: die Langstrasse quillt über, vor den Clubs sind die Schlangen so lange, dass man sich oft überlegt, ob es sich überhaupt lohnt, anzustehen. Nichtsdestotrotz sehnt man sich als Clubber*in nach Menschenmassen, pulsierendem Sound und der dicken Luft, deren eigenartiger Geruch nur jenen bekannt ist, die bereits die Nacht bis zum Sonntagnachmittag durchgetanzt haben. Alles, was eine unvergessliche Nacht eben so unvergesslich macht. Dass darauf meistens ein energieloser Ausnüchterungstag folgt, geprägt von Kopfweh und durchgreifender Unfähigkeit, irgendetwas zu tun, ausser auf dem Sofa rumzuflätzen, nimmt man da gerne in Kauf. Normalerweise quält man sich dann montagmorgens noch mit Glitzerresten im Gesicht zur Arbeit und verflucht den letzten Rave, trotz all seiner schönen Seiten.

Stellt euch vor, ein Club bietet euch die Möglichkeit, euch in der wunderbaren Welt des Techno ausleben zu können, ohne dabei den ganzen Sonntag fürs Erholen opfern zu müssen? Feiern, ohne die verwesenden Reste des Wochenendes noch mit in die Arbeitswoche schleppen zu müssen? Wenn ein Rave - mit Primetime Line-Up - an einem Samstagnachmittag starten würde? Wunschdenken? Illusorisch? Keineswegs, willkommen im SpaceMonki!

Die Idee ist simpel: Gehe dann aus, wenn andere noch in der überfüllten Innenstadt am shoppen sind oder sonstigen Samstagnachmittagsaktivitäten nachgehen. Tanze, trinke, liebe und lache. Gehe dann nach hause, wenn dich deine Beine nicht mehr tragen können – nicht am Sonntag in der Früh, sondern vielleicht schon kurz nach Mitternacht. Für die Hartgesottenen bleibt die Option selbstverständlich bestehen, von Samstag- bis Sonntagnachmittag den inneren Monki rauszulassen – ein Daynight Club eben. Mit Techno.

Unter der Woche bietet das SpaceMonki übrigens ebenfalls ein breites Unterhaltungsprogramm. Neben einem Coffeeshop mit eigener Raucherlounge und dem vermutlich besten CBD-Weed der Stadt, gibt es Kunstausstellungen, Vorlesungen und Acoustic-Sessions mit Acts aus den verschiedensten Genre-Ecken zu bestaunen. Auch Geniesser und Entdecker von Genussmitteln kommen im SpaceMonki auf ihre Kosten: verschiedene Getränke- und CBD-Degustationen werden regelmässig im Raumschiff des Monki stattfinden.

 
Kevin Oberholzer