Ist Luisa hier: Wir machen mit!

 

Sexuelle Belästigung - ein Thema, das in den letzten Wochen medial breit diskutiert und in unserer Gesellschaft in der Vergangenheit viel zu wenig thematisiert wurde. Der Fall "Weinstein" wühlte viele auf und bewegte Menschen jeglichen Geschlechts, aufgerufen von Schauspielerin Alyssa Milano, ihre persönlichen Erfahrungen unter dem Hashtag #metoo öffentlich zu teilen. Nach den ersten drei Tagen war der Stand bei über 1,2 Millionen Tweets.

Die Clubszene ist ebenfalls stark betroffen und wundern tut’s leider niemanden so richtig. Einem hohen Alkoholpegel die ganze Schuld daran zu geben, wäre falsch. Er senkt aber unter Umständen die Hemmungen und veranlasst einzelne Idioten, sich selber eine Art Freifahrtschein fürs Pöbeln und Belästigen zu geben.

Wo eine Belästigung anfängt, ist teilweise subjektiv, aber seien wir doch mal ehrlich: man merkt schnell, ob ein "Kompliment" als solches vom Gegenüber wahrgenommen wird, oder eben nicht. Von körperlicher Belästigung ganz zu schweigen. Um die Redakteurin eines bekannten News Portals zu zitieren: Benutzt euer Hirn.

"Wir werden in keinster Weise solch ein Verhalten dulden" sagt Geschäftsführer Marco Diener. "Meine Mitarbeiter*innen werden bis zur Eröffnung gebrieft und werden bei Vorfällen geltende Codewörter kennen." Mit Codewörtern ist der mittlerweile in einigen Clubs etablierte Satz "Ist Luisa da?" gemeint - eine Möglichkeit, dem Bar- und Security Personal mitzuteilen, dass man gerade belästigt wird.

 Leute, benehmt euch: Im Spacemonki ist Luisa nicht nur ein Name

Leute, benehmt euch: Im Spacemonki ist Luisa nicht nur ein Name

Isch d'Luisa da? - so funktioniert's:

Solltest du von einer sexuellen Belästigung im Clubbing betroffen sein, zögere nicht, die Frage "ist Luisa da?" an ein Staff-Member zu stellen. Unser Personal kennt den Code und wird dir umgehend helfen können. Du wirst an einen ruhigen Ort gebracht, von wo aus man weiter handeln kann.

 
Kevin Oberholzer