Max Chapman zu Besuch im Affengehege

 

Tale as old as time: Max Chapman’s Karrierestart lässt sich fast schon wie ein klassisches Märchen erzählen, mit der guten alten “Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort”-Pointe.

Wir schreiben das Jahr 2011: Der 23-jährige Max schafft es mit gutem Networking und einer kleinen Prise Glück die Jungs von Art Department an einem ihrer Gigs in Sydney kennenzulernen. Sie kommen ins Gespräch, Drinks werden getrunken (und verschüttet), es wird geraucht und über Musik, Gott und die Welt gesprochen. Natürlich wird auch ganz viel Musik gemacht und nebenbei Chapmans Talent, eine unglaublich smoothe und rhythmische Klangwelt zu erschaffen, zum ersten Mal erkannt. Die Nacht (und später dann der Tag) endete damit, dass sie zusammen um die Häuser zogen und eine Afterparty nach der anderen unsicher machten.

Die in dieser Nacht entstandene Freundschaft brachte Max viel weiter, als er es vermutlich für möglich gehalten hätte: Pete Tong, Radiomoderator der in England legendären Sendung “Essential Mix” (und sowas wie der Godfather des britischen Technos) spielte in seiner Show Chapmans 2011 erschienene Debutalbum “Catch Me If You Can”. Die Tracks erreichten eingefleischte Technofans auf der Insel und darüber hinaus. Seitdem ist der junge Brite heisse Ware und spielt in den weltweit bekanntesten Clubs rund um den Globus.

Nach der Richtung seines Sounds gefragt, möchte sich Chapman nicht wirklich festlegen. In einem Interview mit dem Portal deephoseamsterdam.com sagt er dazu: “Ich hab’ keine Ahnung, was ‘mein’ Sound ist. Viele Leute fragen mich das.” Er fing mit Deephouse an, machte einen Schwenker in Richtung House und fand sich im Tech House wieder. “Wenn jemand fragt, sage ich einfach, ich spiele Rolling Techy House - haha! Da sind so viele Genres in der elektronischen Musik heutzutage.”

Einmal in seine Musik reingehört, erkennt man funkigen, lebhaften Sound, der selbst die Spitze des kleinen FIngers zucken lässt. Tatsächlich erkennt man in den Anfängen des jungen Briten mehr deepe, smoothe Klänge, während die neuen Tracks, wie der letztes Jahr veröffentlichte “Wassoulou”, wieder mehr House-Elemente beinhalten und mit einer Caliente-Note verziert sind.

Weiter erzählt er, dass ihm neben einer guten Atmosphäre und einem tollen Venue eines vor Allem wichtig sei: Ein Soundsystem, das seinen Sound tragen kann. Umso glücklicher schätzt sich die SpaceMonki-Bande, dem Maestro genau dies bieten zu können und ladet euch ein, am 20. Januar mit dabei zu sein, wenn Max Chapman euren inneren Affen zum Glühen bringt.

 
Kevin Oberholzer